Gold

Bereits vor über 6.000 Jahren wurde Gold in Mesopotamien und im alten Ägypten abgebaut und für Schmuck, Kunstgegenstände und sogar als Währung verwendet. Im Mittelalter war Gold ein wichtiger Treiber für die Expansion und den Handel zwischen Europa, Asien und Afrika, und es spielte eine entscheidende Rolle in der Entwicklung moderner Währungen. Im 19. Jahrhundert fanden massive Goldfunde in Kalifornien und Australien statt, was zu einem Anstieg des Goldabbaus und einer steigenden Nachfrage nach dem Edelmetall führte. Gold war auch ein wichtiger Faktor bei der Schaffung einer stabilen Weltwirtschaft, als es im Jahr 1944 im Rahmen des Bretton-Woods-Abkommens als Basis für die Währungen vieler Länder festgelegt wurde.

Die jährliche Förderung von Gold beträgt derzeit etwa 3570 Tonnen. Der Großteil der weltweiten Produktion kommt aus China, gefolgt von Australien, Russland, den USA, Kanada, Peru, Südafrika, Mexiko, Usbekistan und Brasilien. Heute ist Gold weiterhin eine wichtige Ressource, sowohl als Währungsreserve als auch als Anlageoption für Anleger. Es bleibt ein begehrtes Edelmetall, dessen Geschichte und Bedeutung bis in die Zukunft hineinreichen werden.

Spezifikationen

Schmelzpunkt:                     1064°C
Spezifisches Gewicht:         19,32 g/cm3
Farbe:                                   Metallisch Gelb
Siedepunkt:                          2970°C
Weltjahresproduktion ca.:    3570 Tonnen
Massenanteil / Erdhülle:      0,004 ppm

Wertentwicklung

Im Jahr 2021:                        + 4,09%
Im Jahr 2022:                        + 6,20%

Verwendung

  • Schmuck und Wertanlage
  • Münzen und Goldbarren
  • Elektronik und Optik
  • Nanopartikel
  • Medizin
  • Zahnprothetik
  • Legierungen
Preis 1kg in Euro
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Gold als Mineral

In der faszinierenden Welt der Mineralien nimmt Gold eine besondere Stellung ein. Als eines der wenigen Metalle, die in ihrer natürlichen Form oder als ‚gediegen‘ bezeichnet werden, ist es ein Mineral, das aufgrund seiner auffälligen Farbe und seinen einzigartigen Eigenschaften leicht zu erkennen ist. Lassen Sie uns in diesem Blogbeitrag einen genaueren Blick auf dieses seltene und wertvolle Mineral werfen.

Gold kristallisiert im kubischen Kristallsystem und weist eine Härte von 2,5 bis 3 auf der Mohs-Skala auf. Dies ist vergleichbar mit einem Fingernagel und zeigt, wie weich Gold im Vergleich zu anderen Mineralien ist. Gold zeichnet sich durch seine metallisch-sattgelbe Farbe aus, die als „goldgelb“ bekannt ist. Interessanterweise kann die Farbe von Gold, wenn es fein verteilt ist und je nach Korngröße, von gelblich über ockerbraun bis zu purpurviolett variieren, ein Phänomen, das als Goldpurpur bekannt ist. Erstaunlicherweise ändert Gold auch seine Farbe mit der Temperatur: Bei hohen Temperaturen verliert es seine Farbintensität und wird hellgelb, während das geschmolzene Metall eine zitronengelbe, leicht grünliche Farbe annimmt. Seine intensive gelborange Farbe kehrt erst zurück, wenn es vollständig abgekühlt ist.

Die Farbe von Gold kann auch durch andere Metallbeimengungen beeinflusst werden. Beimengungen von Kupfer lassen das Gold rosarot oder rötlich erscheinen und erhöhen zugleich seine Härte, Festigkeit und Polierfähigkeit, während sie gleichzeitig die Schmelztemperatur senken. Steigende Silberanteile hingegen verändern die Farbe des Goldes zu hellgelb, hellgrün und schließlich zu weiß, wobei Schmelztemperatur und Härte sich nur geringfügig verändern. Die meisten anderen Metalle, einschließlich der bekannten Platinmetalle, Quecksilber und Eisenmetalle, führen in höheren Mengen zu einer Entfärbung des Goldes, was eine schmutzig-gelbgraue bis grauweiße Legierung ergibt.

Aufgrund seiner relativen Reaktionsträgheit behält Gold seinen Glanz und seine Farbe und ist daher in der Natur leicht zu erkennen. Es wird häufig in Hydrothermaladern zusammen mit Quarz gefunden, manchmal auch mit Kupfererzen. Die Verwitterung und Erosion goldhaltiger Gesteine führen oft zur Ablagerung des relativ schweren Metalls am Grund fließender Gewässer, was zu ausgedehnten Goldlagerstätten führen kann, die aus jeder geologischen Epoche stammen können.

Trotz seiner Seltenheit – Gold macht nur etwa 0,01 ppm (entspricht 0,000001 Prozent) der Erdkruste aus – wird seine Gewinnung aufgrund des hohen Preises, der für das echte Gold gezahlt wird, selbst bei relativ geringem Goldgehalt als wirtschaftlich rentabel.

Physikalische und chemischen Eigenschaften von Gold

Als eines der 22 Reinelemente unserer Erde, präsentiert sich Gold in einer Vielzahl von faszinierenden physikalischen und chemischen Eigenschaften. Gold besteht aus nur einem stabilen Isotop, was es in der Welt der Elemente einzigartig macht. Trotz seiner Rolle als Schwermetall ist Gold in seiner reinen, unlegierten Form so weich wie Zinn, was seine Anwendung und Verarbeitung in verschiedenen Bereichen vereinfacht.

Die chemische Beständigkeit von Gold ist ein weiterer bemerkenswerter Aspekt. Es wird im Allgemeinen nicht von Säuren angegriffen und zeigt seine Resistenz gegenüber den meisten chemischen Reaktionen. Eine bemerkenswerte Ausnahme bildet das sogenannte „Königswasser“, eine Mischung aus Salzsäure und Salpetersäure, das in der Lage ist, Gold zu lösen. Ebenso können Halogene wie Chlor, Brom und Iod Gold auflösen, wobei Iod dies sogar in alkoholischer Lösung bewerkstelligen kann. Gold ist auch leicht in wässrigen Cyanidlösungen unter Aufnahme von Sauerstoff als Komplexverbindung löslich.

Es ist faszinierend, dass Gold in heißen, sauren hydrothermalen Lösungen relativ gut physikalisch löslich ist. Dies führt dazu, dass Gold oft in Quarzgesteinen gefunden wird. Interessanterweise wurde auch beobachtet, dass einige Huminsäuren in der Lage sind, Gold anzulösen.

In der Oberflächenchemie spielen Au-Einkristalle eine wichtige Rolle und werden unter anderem in der Rastertunnelmikroskopie verwendet. Darüber hinaus lässt sich Gold leicht in vielen Metallen zu Legierungen lösen, was seine Vielseitigkeit in der Schmuckherstellung und in verschiedenen industriellen Anwendungen erhöht.

Eines der bemerkenswertesten Merkmale von Gold sind seine ungewöhnlichen Eigenschaften, wie die goldgelbe Farbe und seine hohe Duktilität. Nach neuesten Berechnungen lassen sich diese Eigenschaften am besten durch den relativistischen Effekt erklären. Neben Caesium ist Gold das einzige auffallend gelbe Metall und zusammen mit Kupfer eines der einzigen farbigen Metalle.

Seit Jahrtausenden wird Gold aufgrund seiner außergewöhnlichen Eigenschaften und seines Glanzes für Schmuck und in Form von Goldmünzen als Zahlungsmittel verwendet. Es zählt zu den Münzmetallen und bleibt bis heute eines der begehrtesten und faszinierendsten Elemente unserer Erde.

Goldlegierungen: Die Synergie von Wissenschaft und Kunst

Gold, ein Symbol für Luxus und Raffinesse, hat seinen festen Platz im Alltag. Im Dialog der Schmuckindustrie spielt nicht nur reines Gold, sondern auch die goldhaltigen Goldlegierungen eine entscheidende Rolle. Das Verständnis dieser Legierungen und ihres Feingehalts trägt erheblich zum Erfolg eines Schmuckstücks bei und ist daher von unschätzbarem Wert.

Das klassische Dreistoffsystem Gold-Silber-Kupfer, das natürlicherweise zusammen vorkommt, ist der Ursprung der Goldlegierungen. Bis ins 19. Jahrhundert war es in Europa sogar gesetzlich verboten, Gold mit anderen Metallen außer Silber und Kupfer zu legieren. Diese Regelung hat sich jedoch geändert und hat den Weg für eine Vielzahl von Kreationen und Möglichkeiten in der Schmuckherstellung geebnet.

Die Goldlegierungen präsentieren sich in einem breiten Farbspektrum, von sattem Gelb über hellgrün und lachsrosa bis hin zu silberweiß. Dank ihrer einfachen Herstellungsweise und guten Verarbeitbarkeit sind sie das bevorzugte Material für Schmuckmacher. Mit der Zugabe weiterer Metalle, wie Zink, Indium, Zinn, Cadmium oder Gallium, können die Legierungseigenschaften noch spezifischer beeinflusst werden, etwa durch Senkung der Schmelztemperaturen und der Oberflächenspannung der Metallschmelze.

Es ist nicht nur die Art, sondern auch die Menge der zugesetzten Metalle, die eine Goldlegierung individuell gestalten. Für eine satte Eigenfarbe werden Legierungen mit mindestens drei Vierteln Massenteilen Gold bevorzugt, während Legierungen mit einem Feingehalt um 585 für ihre hohe Festigkeit und Härte bekannt sind. Die Wahl der Legierung und deren Behandlung hängt stark vom beabsichtigten Endprodukt ab.

Trotz der vielen Vorteile, die Goldlegierungen bieten, muss beachtet werden, dass die Legierung im Grunde genommen eine „Verdünnung“ des reinen Goldes bedeutet. Durch die Legierung werden zwar gewisse geschätzte Eigenschaften wie Farbe, Korrosionsfestigkeit, Preis und Dichte „verdünnt“, jedoch gewinnt man im Gegenzug mechanische Festigkeit und Polierfähigkeit hinzu.

In Deutschland ist es seit der Einführung des Dezimalsystems und der Reichsgründung im 19. Jahrhundert erlaubt, Schmuck und Geräte in jedem Goldfeingehalt zu legieren und anzubieten. Die Punzierung ist jedoch fakultativ, was bedeutet, dass sie nicht obligatorisch ist. Wird sie jedoch durchgeführt, muss sich der Hersteller an die gesetzlichen Vorschriften halten.

Die genaue Bestimmung des Feingehalts von Edelmetallen kann nur im Labor erfolgen. Für eine alltägliche, annähernde Bestimmung des Feingehalts greifen Goldschmiede und Münzsammler oft zur Strichprobe. In den meisten anderen Ländern überwachen gesetzlich beauf

tragte Institutionen den korrekten Feingehalt und dessen Kennzeichnung zum Schutz der Verbraucher.

Die rechtliche Grundlage in Deutschland ist das „Gesetz über den Feingehalt der Gold- und Silberwaren“ vom 16. Juli 1884, das seit 1888 gültig ist. Eine noch nicht verabschiedete Richtlinie der Europäischen Union zur Harmonisierung der Bestimmungen wurde bisher in Deutschland nicht umgesetzt, was das Gebiet des Feingehalts von Edelmetallen zu einem aktiven und sich entwickelnden Rechtsgebiet macht.

Das Wissen und Verständnis über Goldlegierungen und ihren Feingehalt erweisen sich als Schlüssel zur Optimierung der ästhetischen und mechanischen Eigenschaften von Gold. Durch die Wahl der geeigneten Legierung können wir die Qualität und Schönheit unserer Schmuckstücke erheblich verbessern.

Die Wissenschaft und Kunst der Goldlegierung ist ein komplexes Feld mit vielen Variablen, das dennoch eine faszinierende Auswirkung auf die Qualität und das Erscheinungsbild von Goldschmuck hat. Es ist ein kontinuierlicher Lernprozess, der in der Schmuckindustrie immer weiter erforscht und optimiert wird.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Feingehalt von Goldlegierungen ein komplexes und wichtiges Thema ist, das für alle relevant ist, die Gold als Investition oder für Schmuckzwecke kaufen. Es ist daher essentiell, gut informiert zu sein und professionelle Ressourcen zu nutzen, um sicherzustellen, dass Ihre Investitionen in Gold und Goldlegierungen gut geschützt sind.

Die Wahrheit über den Feingehalt von Goldlegierungen und ihre Rolle in der Schmuckindustrie zeigt die tiefe Synergie von Wissenschaft und Kunst. Mit dem richtigen Wissen können wir das Beste aus diesem wertvollen und faszinierenden Material herausholen und die Qualität und Schönheit unserer Schmuckstücke verbessern.

Farbgoldlegierungen: Vielfalt und Bedeutung in der Schmuckindustrie

Rotgold: Der charmante Farbton des Edelmetalls

Rotgold, eine zauberhafte Goldlegierung aus Feingold, Kupfer und gelegentlich etwas Silber, besticht durch seine namensgebende rote Färbung und Robustheit, die der relativ hohe Kupferanteil mit sich bringt. Seine Farbe ähnelt der von Kupfer. Regionale Vorlieben sind ausschlaggebend für die Wahl des Farbtons – zum Beispiel präferieren der Osten und der Süden Europas tendenziell dunklere und intensivere Rotgoldtöne. In der DDR wurde Rotgold umgangssprachlich auch als „Russengold“ bezeichnet; eine Bezeichnung, die teilweise auch heute noch in Süddeutschland gebräuchlich ist.

Gelbgold: Die globale Favoritenfarbe

Die gelbe Goldlegierung, Gelbgold, ähnelt dem Feingold und besteht aus Feingold, Silber und Kupfer. Das Verhältnis dieser Elemente beeinflusst die Farbe des Edelmetalls. Mit sinkendem Goldgehalt verliert auch die Tiefe des Gelbtons schnell an Intensität. Gelbgold, mit seinem hohen Wiedererkennungswert, ist weltweit die meistpräferierte Goldfarbe.

Grüngold: Ein Hauch von Natur

Grüngold, eine Goldlegierung mit grünlichgelber Färbung, verzichtet gänzlich auf den Zusatz von Kupfer. Die einzigartige Farbe entsteht durch Annäherung an das Atomverhältnis Gold:Silber 1:1. Grüngold wird eher selten verwendet, typischerweise zur Darstellung von Laubblättern oder ähnlichen natürlichen Elementen.

Weißgold und Graugold: Edle Alternativen

Diese fast farblosen Werkstoffe wurden als kostengünstiger und punzierfähiger Ersatz für Platin im Schmuckbereich entwickelt. Weißgold, eine Goldlegierung, die durch Beimischung deutlich entfärbender Zusatzmetalle eine weiß-blassgetönte Goldlegierung erzeugt. Als Legierungszusätze werden hauptsächlich das Platinnebenmetall Palladium, Nickel oder bei niedrigen Goldgehalten Silber verwendet.

Nickelhaltiges Weißgold kann aufgrund seiner Festigkeit als attraktive Option für mechanisch beanspruchte Teile wie Broschen, Nadeln, Scharniere und Verbindungsteile angesehen werden. Die edlere Alternative ist jedoch das palladiumhaltige Weißgold, das eigentlich treffender als Graugold bezeichnet wird.

Die kommerziellen Anbieter von Goldlegierungen investieren beträchtlich in die Entwicklung neuer Werkstoffe in diesem Bereich. Daher existieren Weißgoldlegierungen mit Kobalt, Chrom, Mangan-Germanium und anderen Metallen. Schmuckerzeugnisse aus Weißgold werden in der Regel durch eine galvanische Rhodiumbeschichtung veredelt, um eine Farbverbesserung und eine erhöhte Kratzfestigkeit zu erzielen.

Insgesamt repräsentieren die verschiedenen Farbgoldlegierungen die Vielfalt und den Reichtum der Schmuckindustrie. Jede Legierung hat ihre eigenen einzigartigen Eigenschaften und Ausdrücke, was es Designern und Juwelieren ermöglicht, Stücke zu kreieren, die Geschmack, Stil und persönliche Präferenzen der Träger widerspiegeln.

Titan-Gold-Legierung, eine Fusion aus Stärke und Luxus

Die Titan-Gold-Legierung ist ein einzigartiges und faszinierendes Material, das in vielen Branchen aufgrund seiner einzigartigen Eigenschaften und hervorragenden Performance verwendet wird. Dieses Material vereint die Stärke von Titan und die Eleganz von Gold und bietet dabei viele Vorteile. In diesem Artikel werden wir einen tieferen Einblick in die besonderen Merkmale der Titan-Gold-Legierung geben und ihre vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten aufzeigen.

Die Titan-Gold-Legierung besteht hauptsächlich aus Gold, ergänzt durch eine geringe Menge an Titan. Genauer gesagt beträgt der Goldanteil dieser Legierung etwa 99%, während der Rest auf Titan zurückzuführen ist. Diese spezifische Zusammensetzung verleiht der Legierung ihre herausragenden Eigenschaften.

Zum einen sorgt das Gold in der Legierung für ihre luxuriöse Optik. Die Farbe dieser Legierung ähnelt der von 750er Gelbgold, sie hat jedoch einen leicht gräulichen Unterton, der aus dem Titan resultiert. Die Farbgebung ist somit eine erfrischende Abweichung von der traditionellen Goldfarbe und bietet einen modernen und raffinierten Look.

Der Titananteil in der Legierung, obwohl gering, ist für ihre ausgezeichnete Festigkeit verantwortlich. Titan ist ein Metall bekannt für seine außerordentliche Härte und Korrosionsbeständigkeit, Eigenschaften, die auf die Titan-Gold-Legierung übertragen werden. Die Legierung ist daher extrem robust und langlebig, was sie zu einem idealen Material für Produkte macht, die täglichem Verschleiß und äußerem Druck ausgesetzt sind.

Die Verwendung der Titan-Gold-Legierung ist weit verbreitet, aber ihre Hauptanwendungen finden sich in der Trauringherstellung und Medizintechnik. Aufgrund des hohen Edelmetallanteils und der gleichzeitig hohen Festigkeit ist diese Legierung für beide Bereiche besonders interessant.

In der Schmuckindustrie, insbesondere bei der Herstellung von Trauringen, wird die Titan-Gold-Legierung aufgrund ihrer Haltbarkeit und exklusiven Optik geschätzt. Trauringe sind symbolisch und werden ständig getragen, was bedeutet, dass sie aus einem Material bestehen müssen, das der ständigen Beanspruchung standhält. Die Titan-Gold-Legierung erfüllt dieses Kriterium hervorragend und ist daher die perfekte Wahl für luxuriöse und langlebige Trauringe.

In der Medizintechnik hingegen wird die Titan-Gold-Legierung aufgrund ihrer Biokompatibilität und Korrosionsbeständigkeit geschätzt. Sie eignet sich hervorragend für medizinische Geräte und Implantate, die in direkten Kontakt mit dem menschlichen Körper kommen.

Farbgoldlegierungen: Eine Frage der Zusammensetzung und des Stils

Rotgold, Gelbgold, Grüngold, Weißgold und Graugold – jede dieser Goldlegierungen hat ihre eigenen einzigartigen Merkmale und Vorzüge. Sie unterscheiden sich nicht nur in der Farbe, sondern auch in den Metallen, die zur Herstellung der Legierung verwendet werden. Ein tieferes Verständnis dieser Unterschiede kann helfen, die Wahl des idealen Schmuckstücks zu treffen, das sowohl ästhetisch ansprechend als auch qualitativ hochwertig ist.

Rotgold zeichnet sich durch seinen hohen Kupferanteil aus, der für die namensgebende „rote“ Färbung verantwortlich ist. Gelbgold ähnelt dem Feingold und ist aufgrund seines hohen Wiedererkennungswerts die weltweit beliebteste Goldfarbe. Grüngold, das auf Kupfer verzichtet, bietet ein einzigartiges, grünlich-gelbes Farbspiel. Weißgold und Graugold bieten eine fast farblose, edle Alternative, die sich hervorragend für hochwertigen Schmuck eignet.

Das Verständnis der verschiedenen Farbgoldlegierungen und ihrer jeweiligen Eigenschaften hilft nicht nur dabei, die richtige Wahl für Schmuck zu treffen, sondern auch das Bewusstsein für die Qualität und Einzigartigkeit von Schmuckstücken zu schärfen.

Insgesamt haben die verschiedenen Farbgoldlegierungen ihren festen Platz in der Schmuckindustrie. Ob Sie einen besonderen Anlass feiern, ein Geschenk für einen geliebten Menschen suchen oder einfach Ihre Schmucksammlung erweitern möchten – es gibt immer eine Goldlegierung, die perfekt zu Ihrem Bedarf passt.

Mit der richtigen Farbgoldlegierung können Sie Ihre Persönlichkeit ausdrücken und gleichzeitig ein Zeichen für Qualität und Geschmack setzen. Die Vielfalt der Farbgoldlegierungen ermöglicht es, individuelle und einzigartige Schmuckstücke zu kreieren, die den persönlichen Stil und die Vorlieben des Trägers perfekt unterstreichen. Wählen Sie die Goldlegierung, die am besten zu Ihnen passt und genießen Sie den Luxus und die Schönheit von hochwertigem Goldschmuck.

Edelmetallanteile und Korrosionsfestigkeit

Die wertvollen Attribute einer Goldlegierung, ihre „Edelheit“, werden durch die Anzahl der Edelmetallatome im Vergleich zur Gesamtzahl der Atome in der Legierung definiert. Die Merkmale dieser Legierungen, wie Korrosionsbeständigkeit, Farbe und intermetallische Bindungen, werden durch dieses Atomverhältnis festgelegt. Konzepte wie die Stoffmenge, das Mol und die Stöchiometrie leisten dazu wichtige Beiträge. Der Gewichtsanteil beeinflusst die Eigenschaften nur indirekt und ist stark von den verwendeten Zusatzmetallen abhängig.

Nehmen wir als Beispiel eine Legierung aus Gold (mit einer Atommasse von 197) und Kupfer (mit einer Massenzahl von 63, nur etwa ein Drittel). Hier entsteht eine Legierung mit einem Atomverhältnis von 1:1. Auf den ersten Blick suggeriert der Gewichtsanteil von 756 Teilen reines Gold einen hohen Edelmetallgehalt. Bei genauerer Betrachtung ergibt sich jedoch aus dem Verhältnis der Goldatome (die Stückzahl) ein tatsächlicher Goldanteil von nur 50 %. Es ist empirisch nachgewiesen, dass eine Legierung mit weniger als 50 % Atomprozent Gold anfällig für Säureangriffe ist. Je geringer die Atommassen der Legierungszusätze, desto ausgeprägter ist dieser Effekt.

In der Praxis bestehen die häufig verwendeten 750er-Goldlegierungen bereits aus etwa der Hälfte Legierungsatome und Goldatome. Ein extremes Beispiel ist eine 333er-Goldlegierung, bei der nur 2 Goldatome auf 9 Zusatzatome kommen. Dies erklärt die eher unedlen Eigenschaften dieses Materials, wie seine hohe Anlaufneigung, Korrosionsverhalten und geringe Farbtiefe. Viele Goldschmiede und einige Länder, wie beispielsweise die Schweiz, sehen es aus gutem Grund als unzulässig an, diese Legierung noch als „Gold“ zu bezeichnen.

Der Goldpreis

Seit dem 18. Jahrhundert wird der Goldpreis in London festgelegt, dem globalen Handelszentrum für dieses kostbare Metall. Ein bedeutender Meilenstein in dieser Geschichte war der 12. September 1919, als sich wichtige Goldhändler in einer Rothschild-Bank in London trafen, um den Goldpreis formal zu fixieren. Diese Tradition dauert bis heute an, wobei ein zusätzliches tägliches Treffen um 15 Uhr Londoner Zeit stattfindet, um den Preis zur Öffnungszeit der US-Börsen erneut festzulegen.

Die Volatilität des Goldpreises spiegelt oft die globalen politischen und wirtschaftlichen Unruhen wider. Ein historisches Beispiel ist der Januar 1980, als der Goldpreis aufgrund der Krise im Iran und des sowjetischen Einmarsches in Afghanistan seinen historischen Höchststand von 850 US-Dollar pro Unze erreichte. Solche Ereignisse zeigen, dass Gold oft als „sicherer Hafen“ in turbulenten Zeiten angesehen wird.

Aber was beeinflusst den Goldpreis genau? Es gibt eine Reihe von Faktoren, die den Preis von Gold beeinflussen, darunter der Ölpreis und der aktuelle Kurs des US-Dollars. Da Gold in US-Dollar gehandelt wird, kann eine Schwäche der Währung den Goldpreis nach oben treiben, da es für Anleger in anderen Währungen günstiger wird, Gold zu kaufen. Ähnlich kann ein Anstieg des Ölpreises oft zu einem Anstieg des Goldpreises führen, da höhere Energiekosten die Goldminenbetreiber belasten und die Produktion verlangsamen können.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Inflation. Bei Inflationsgefahr neigen Investoren dazu, in Gold zu investieren, da es als eine Form des „Inflationsschutzes“ angesehen wird. In Zeiten hoher Inflation behält Gold oft seinen Wert besser bei als Papierwährungen, was es zu einer sehr attraktiven Anlageoption macht.

Globale Goldstandards und der Handelsbrauch

Der globale Schmuckmarkt ist unglaublich vielfältig und wird von kulturellen Präferenzen und regionalen Traditionen beeinflusst. Eine der bemerkenswertesten Unterschiede ist die Präferenz für bestimmte Goldlegierungen. Hochwertiger Schmuck wird international häufig aus Goldlegierungen mit einem Feingehalt von 750 oder höher hergestellt, wobei regionale und kulturelle Unterschiede den Wert des Schmucks beeinflussen.

Auf dem amerikanischen Kontinent dominieren beispielsweise Goldlegierungen mit 585 ‰ Goldanteil, während im Nahen Osten besonders Schmuck mit Goldgehalten von ca. 20 bis 22 kt (833–916 ‰) hoch geschätzt wird. Diese Präferenz zeigt sich beispielhaft in Ägypten, der Türkei und den Ölstaaten am Golf von Persien.

Die kulturellen Einflüsse in Südostasien und in den von chinesischen, thailändischen und malaiischen Traditionen geprägten Regionen tendieren sogar zu Schmuck aus reinem Feingold. Dies wird in diesen Kulturen als besonders hochwertig angesehen. Weltweit kann man auch eine Tendenz zur Vorliebe für sattere Goldfarben beobachten, je weiter südlich man reist.

Dies zeigt, wie der subjektive Wert von Gold durch kulturelle und regionale Präferenzen beeinflusst wird. Auch praktische Aspekte, wie die Widerstandsfähigkeit gegen Schweiß in tropischen Umgebungen, beeinflussen die Wahl der Goldlegierung.

Der Feingehalt einer Goldlegierung wird oft durch die Karat-Anzahl angegeben, die sich aus einem historisch gewachsenen 12er-System ableitet und halbiert eine 24er-Teilung ergibt. Dieses System unterscheidet sich von der Karat-Einheit (200 mg), die international zur Gewichtsangabe für Edelsteine verwendet wird.

Es ist wichtig zu beachten, dass in verschiedenen Regionen unterschiedliche Standards für das, was als „Gold“ gilt, existieren. In der Schweiz beispielsweise gilt die 375er Schmuckgoldlegierung nicht als Gold, sondern als Imitation („GAM = Garantiemetall“), und darf nicht als Goldschmuck verkauft werden. In anderen Ländern sind Goldlegierungen mit einem Goldanteil von 37,5 % (Gold 375) oder 58,5 % (Gold 585) zulässig.

Karat | Gewichtspromille Gold | im Handel als | Atom % 

24 kt | 999 Feingold | Gold 999 | 100
22 kt | 916,667 abgerundet 916 | Gold 916 | 83
20 kt |833,333 abgerundet 833 | Gold 833 | 68
18 kt | 750 | Gold 750 | 50
14 kt | 583,333 gerundet 585 | Gold 585 | 38
10 kt | 417 | Gold 417 | 23
9 kt | 375 | Gold 375 | 20
8 kt | 333,333 abgerundet 333 | Gold 333 | 18

Als Investoren in Edelmetalle müssen Sie diese globalen Unterschiede und Vorlieben berücksichtigen. Sie beeinflussen nicht nur den Marktwert von Gold, sondern auch seine Attraktivität als Anlageklasse.

Zusammengefasst kann man sagen, dass das Verständnis der globalen Standards und Präferenzen für Goldlegierungen ein Schlüsselelement für erfolgreiche Investments in diesem Bereich ist. Mit diesem Wissen können Sie informierte Entscheidungen treffen und die besten Investitionsmöglichkeiten in der vielfältigen Welt des Goldes erkennen.

Der Wert von Gold

Gold ist seit Jahrtausenden ein Symbol für Reichtum und Status und spielt eine entscheidende Rolle in Wirtschaft, Politik und Kultur. Doch was steckt hinter dem Wert dieses Edelmetalls? 

Die Reinheit von Gold: Von Karat zu Promille

Die Reinheit von Gold wird seit jeher in Karat angegeben. 24 Karat entsprechen purem Gold, auch bekannt als Feingold. Mit der Einführung des metrischen Systems wurde jedoch eine Umstellung auf Promille-Angaben vorgenommen. So weist der Stempeleindruck „750“ in Goldware darauf hin, dass das Metall aus 750 von 1000 Gewichtsanteilen reinem Gold besteht, was 18 Karat entspricht. „585“ entspricht 14 Karat, „375“ entspricht 9 Karat und „333“ entspricht 8 Karat. Die Reinheit kann jedoch auch mit einer Dezimalzahl angegeben werden, beispielsweise als 0,999 oder 1,000 für Feingold.

Der Goldpreis und seine Bestimmung

Der Preis von Gold wird auf dem offenen Markt bestimmt. Dabei spielt ein bestimmtes Verfahren, das Gold Fixing, das 1919 in London eingeführt wurde, eine bedeutende Rolle. Dieses Verfahren ermöglicht die Angabe eines Goldpreises zweimal täglich, was sowohl für Händler als auch für Anleger von großer Bedeutung ist.

Gold als Währung und Währungsdeckung

Historisch gesehen wurde Gold als Währung verwendet, wobei eine bestimmte Geldeinheit einer bestimmten Menge Gold entsprach. Ein bekanntes Beispiel ist die Goldmark, das gesetzliche Zahlungsmittel im Deutschen Reich von 1871 bis 1918. Aber auch in der modernen Wirtschaft spielt Gold eine wichtige Rolle. Als Währungsreserve (Goldreserve) kann Gold zur Stabilität des Finanzsystems beitragen.

Gold als Investition und Wertanlage

Gold wird oft als langfristige Wertanlage angesehen, insbesondere in Zeiten von Hyperinflation. Der Preis für Gold kann jedoch von Marktteilnehmern mit großen Goldreserven, wie Zentralbanken und Goldminen-Gesellschaften, erheblich beeinflusst werden. Es gibt verschiedene Strategien, die diese Akteure verfolgen können, um den Goldpreis zu beeinflussen.

Zusammenfassung

Gold hat eine lange Geschichte als Symbol für Reichtum und Macht und hat auch in der modernen Wirtschaft eine wichtige Rolle. Seine Reinheit, der Goldpreis und seine Funktion als Währung und Investition sind Aspekte, die den Wert dieses faszinierenden Metalls ausmachen. Obwohl der Goldmarkt komplex ist und viele Faktoren den Preis von Gold beeinflussen können, bleibt Gold eine beliebte und wichtige Ressource in unserer Gesellschaft.

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